Kleinkaliber

Mit dem Kleinkaliber kanllt's schon richtig!
In Teil 2 der Waffenkunde geht es um Kleinkalibergewehr bzw. Kleinkaliberrevolver. Der Anfänger hat mit Luftgewehr und Luftpistole die Grundlagen des Sportschießens verinnerlicht. Alle Sicherheitsregeln sind klar. Die intensiven Trainingseinheiten mit Halten, Zielen und Abziehen machen sich bemerkbar, denn der Schießneuling erreicht eine Sicherheit und verbessert seine Leistung zusehends, Der nächste Schritt erfolgt. Meist wird mit dem Kleinkalibergewehr oder dem Kleinkaliberrevolver dann endlich „richtig geschossen“. Es knallt schon gut, der Gehörschutz ist Pflicht. 
 
Patrone statt Bleikugel
Während bei den Luftdruckwaffen eine Bleikugel mit Hilfe von Luft vorangetrieben wird, ist es beim Kleinkaliber eine richtige Patrone. Das heißt, auf die Patrone ist eine Hülse mit Nitropulver gefüllt und einem Geschoss darauf gesetzt. Der Schlagbolzen der Waffe, der nach Betätigen des Abzuges auf die Patrone „schlägt“ verursacht, 
dass das Nitropulver sich entzündet und der nun entstehende Gasdruck so kräftig ist, dass das Geschoss durch den Lauf getrieben wird. „Alles, was der Anfänger mit der Luftpistole gelernt hat, kann er bei den anderen Waffen anwenden. Es ändert sich nur das Gewicht der Waffe und des Abzugswiderstandes“, erklärt Nachwuchs-Trainerin Ursula Kroh. Und Letzterer verdoppelt sich von der Luftpistole zum Revolver und der Pistole auf 1.000 g. 
 
Revolver und Pistole
 Der Revolver ist eine mehrschüssige Faustfeuerwaffe, bei der die Munition in einzelnen Kammern in einem als drehbare Trommel ausgelegten Patronenlagerblock reisförmig angeordnet ist. Die Trommel ist somit das Magazin. Die Pistole ist ein Selbstladegerät. Der Nachladevorgang wird durch den Rückstoß ausgelöst. Das funktioniert so: Nach Abfeuern der Patrone schiebt der Rückstoß oder Gasdruck den Verschluss nach hinten. Dabei zieht der am Verschluss angebrachte Auszieher (Auszieherkralle) die nun leere Patronenhülse aus dem Patronenlager. Die Hülse wird seitlich nach oben ausgeworfen. Der Verschluss läuft noch weiter zurück und 
spannt den Hammer (Hahn) für den nächsten Schuss. Hinten angekommen schiebt die Verschlussfeder (Schließfeder) den Verschluss wieder nach vorne. Dabei führt der Verschluss mit der Unterkante eine neue Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager, und der Hahn ist gespannt. Für einen weiteren Schuss muss der Schütze den Abzug erneut betätigen. Dieser Selbstlademechanismus der Pistole ist eine der Grundlagen in den unterschiedlichsten Disziplinen. Die Waffe wird mit fünf Schuss für einen Durchgang geladen - eine Serie im Wettkampf. 
 
Präzision und Duell
Die Kurzwaffendisziplinen werden stehend mit einer Hand auf eine 25 m Distanz geschossen. Der Wettkampf mit der Sportpistole Kleinkaliber teilt sich dabei in zwei Aufgaben. Die erste Hälfte hier genannt „Präsizion“ (weil auf eine Präzisionsscheibe geschossen wird) beginnt mit fünf Probeschüssen. Anschließend hat der Schütze jeweils fünf Minuten für drei Mal fünf Wertungsschüsse Zeit. Nun kommt es zum „Duell“ (Duellscheibe). Wieder gibt es drei Serien à fünf Schüssen. Die Schwierigkeit besteht nun darin, dass die Scheiben nur drei Sekunden sichtbar sind und sich dann wieder für sieben Sekunden wegdrehen. Ein Wettkampf dauert etwa eine Stunde. Bester Schütze in Reihen des SV Bayer ist zur Zeit Markus Majewsky, der von einem Maximalergebnis von 300 Ringen gut 260 Ringe erreicht. 
 
Standardpistole
In der Kleinkaliberdisziplin wird gerne Standardpistole geschossen. Hier ist das Treffsicherheit unter Zeitdruck gefragt. Es werden insgesamt zwölf Serien à fünf Schuss mit unterschiedlichen Zeitvorgaben geschossen. Vier mal fünf Schuss in jeweils 150  Sekunden, vier mal fünf Schuss in jeweils 20 Sekunden und  vier mal fünf Schuss in jeweils zehn Sekunden. Alles wird auf eine „Präzisionsscheibe“  geschossen. Vereinsmeister wurde 2013 Michael Pannek mit guten 511 Ringen (von 600 möglichen). Für die älteren Erwachsenen wird die Sportpistole Kleinkaliberbeidhändig angeboten. Hier werden 30 Schuss „Präzision“ in sechs Serien à fünf 
Schuss in jeweils fünf Minuten durchgeführt.

 

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