Luftdruckwaffen

Neulinge lernen das Schießen mit Luftdruckwaffen
Viele kennen die Sportschützen-Abteilung aus zahlreichen Ypsilon-Ausgaben, von der SV Bayer-Homepage und aus dem Sportprogramm. Die Abteilung hat etwa 100 Mitglieder, die am Aprather Weg neben der Tennisanlage auf dem vereinseigenem Schießstand zu Hause sind. Doch was „schießt“ man dort eigentlich? Nach und nach sollen nun einige der etwa 20 Disziplinen vorgestellt werden, die die Sportschützen des SV Bayer Wuppertal am Aprather Weg trainieren.
 
Alle Disziplinen haben Regeln, die in den Sportordnungen der Sportverbände zu finden sind. Klar, das gibt es in anderen Sportarten auch. Nur jetzt wird es vielfältig: Die Disziplinen unterscheiden sich nicht nur durch die Waffe, deren Ausstattung vorgeschrieben sein kann. Ein weitere Maßgabe sind die verschiedenen Distanzen. „Bei uns werden auf 10, 25 und 50 m Distanz geschossen“, erklärt Abteilungsleiter Walter Kroh. Natürlich muss ein Ziel, das heißt eine Scheibe mit einem Ringwert, getroffen werden. Die Sportregeln kennen die unterschiedlichsten Scheiben in verschiedenen Größen. Ebenso gibt es vorgeschriebene Schusszahlen und Schießzeiten. Die benutzte Munition, das Kaliber, ist eine weitere Vorgabe. Die Ausstattung der Waffen, gleich ob Lang- oder Kurzwaffe, spielt eine wichtige Rolle. Zu guter Letzt muss der Schütze oder die Schützin wissen, welche Disziplin für ihn/sie in Frage kommt, denn nicht alle können an allen Wettkämpfen teilnehmen. Das Alter kann hier zum Beispiel eine Rolle spielen. Hier geht es um die Disziplinen, mit denen die Jugend und Anfänger beginnen: Luftpistole und Luftgewehr. 
 
Luftgewehr und Luftpistole
 Im Laufe der letzten 40 Jahre hat sich technisch hier einiges entwickelt. „Das „Knicklaufgewehr“, das man von der Kirmes kennt, kann man getrost vergessen“, lacht Walter Kroh. Luftpistole oder Luftgewehr für den Wettkampf sind feinmechanisch hochwertig hergestellte Geräte, die mit Pressluft arbeiten. Das Geschoss, ein sogenanntes Diabolo aus Blei,
wird mit Hilfe dieser Pressluft auf die Scheibe gebracht. Dabei muss jeder Schuss nachgeladen werden. „Durch diese Einzelschüsse lernt man die Waffe sehr gut kennen“, verweist Walter Kroh auf die Vorzüge von Luftpistole und Gewehr als Einsteigerwaffe. Zehn Meter trennen Schützen und Zielscheibe. Die „Zehn“ ist die höchste Ringzahl, die geschossen werden kann, und beim Luftgewehr ist die „10“ ganze 0,5 mm groß. Anspruchsvoll. Als Zielhilfe dienen beim Luftgewehr Diopter
(optische Visierhilfe mit Loch) und Ringkorn.
 
Der Pistolenschütze muss Kimme und Korn übereinander bringen. Im Wettkampf werden Probe- und 40 Wertungsschüsse abgegeben. Die Wettkampfzeit beträgt 75 Minuten. Als Variante können die älteren Schützen in den Disziplinen „Luftgewehr aufgelegt“ und auch „Luftpistole aufgelegt“ antreten. Diese Wettkämpfe sind kürzer:
es werden Probe- und nur 30 Wertungsschüsse in einer Wettkampfzeit von 45 Minuten abgegeben. 
 
Der Bezirksmeister kommt vom SV Bayer
Treffsicherster Nachwuchsschütze beim SV Bayer mit der Luftpistole ist Sebastian Dierkes. Der 18-Jährige schießt seit 2008 und sicherte sich zuletzt den Bezirksmeistertitel bei den Junioren A. „Wie alle Neuschützen habe ich mit Luftgewehr und Luftpistole begonnen. Letztlich bin ich bei der Pistole geblieben, weil ich damit besser zurecht gekommen bin.“ 
 
Neulinge vom Sportschießen begeistert
Mit Tobias Keller (25) und Boris Voßkühler (33) lernen zuzeit zwei Neulinge das ABC des Schießens kennen. Natürlich zunächst mit den Luftdruckwaffen. „Das macht schon sehr viel Spaß“, sind sich die beiden einig. „Die absolute Köperkontrolle zu erhalten, Atmung und Stand übereinander zubringen, fasziniert“, ergänzt Tobias. Er möchte später mal in Richtung Kleinkaliber wechseln während Boris seine Schützenzukunft eher beim Großkaliber sieht. "Die Disziplin ist mitunter auch eine Frage des Geldes, denn Großkalibermunition ist schon recht teuer“, weiß Ursula Kroh, die die beiden Neuschützen betreut.
 

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