Gesetzlicher Rahmen

Seit 1989 haben die Krankenkassen den Auftrag an der Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren mitzuwirken. Im Jahr 2007 hat der Gesetzgeber die Vorschrift grundlegend novelliert und die betriebliche Gesundheitsförderung zur Pflichtleistung der Krankenkassen gemacht (§§ 20a und 20b SGB V)


Leitfaden Prävention

Der Leitfaden "Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien zur Umsetzung von §§ 20 Abs. 1 und 20a SGB V" des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) enthält verbindliche Regelungen für die Ausgestaltung der Leistungen durch die Krankenkassen. Entsprechend der häufigsten Belastungen und Gefährdungen umfassen die Handlungsfelder, die in den Maßnahmen der Krankenkassen aufgegriffen werden:

  • Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter körperlicher Belastungen,
  • Gesundheitsgerechte Betriebsverpflegung,
  • Förderung individueller Kompetenzen zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz,
  • Suchtmittelreduktion.

Der Leitfaden wird durch ein Gremium unabhängiger Expertinnen und Experten kontinuierlich weiterentwickelt.

Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten

Die gesetzlichen Krankenkassen können in ihren Satzungen besondere Bonusmodelle vorsehen. Dazu gehören auch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.  Nähere Einzelheiten darüber, ob Ihre Krankenkasse entsprechende Satzungsbestimmungen getroffen hat, erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse (§ 65a Abs. 2 SGB V).


Steuerfreiheit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

Mit dem Jahressteuergesetz 2009 wurde der § 3 Nr. 34 Einkommensteuergesetz eingeführt. Unternehmen können ihren Beschäftigten einkommenssteuerfrei Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes (Präventionskurse) oder der betrieblichen Gesundheitsförderung bis zu einem Betrag von 500 Euro jährlich pro Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer anbieten. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern entsprechende Gesundheitsleistungen anbieten, müssen diese somit nicht mehr als sogenannten "geldwerten Vorteil" mit Steuern und Sozialabgaben belegen.
Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit einer Maßnahme die Anforderungen der §§ 20 und 20a SGB V erfüllt sind. Damit fallen insbesondere Gesundheitsangebote, die im Leitfaden Prävention des GKV - Spitzenverbandes aufgeführt sind, unter die Steuerbefreiung. Dies sind beispielsweise Rückenschulen, Kurse zur Raucherentwöhnung, gesunden Ernährung oder zur Stressbewältigung (§ 3 Nr. 34 EStG):

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

 

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