2010-06-30

 

 

Int. Österreichische Meisterschaften Poomsae

Am letzten Juni-Wochenende stand für die drei Bayer Taekwondoin Kerstin Hamacher, Laura Gallegos Fernandez und Jan-Christoph Hebig mit den Austrian Open Poomse in Innsbruck das letzte wichtige Turnier vor der Sommerpause an. Gemeinsam mit dem Landeskader-Technik der NWTU fand die Anreise nach Österreich statt. Schon auf der Hinfahrt sorgten zahlreiche Ideen von Landestrainer Marcus Ketteniß, wie beispielsweise verschiedene Anfeuerungsrufe und Karaoke-Singen für gute Stimmung im Kader-Bus. Da machten auch die zwölf Stunden Fahrt kaum noch was aus.
Dass dieses Turnier den drei Sportlern wohl alles abverlangen würde, stand schon bei einem ersten Blick auf die Startlisten fest. Insgesamt waren Sportler aus 12 Nationen gemeldet (Deutschland, Österreich, Groß-Britannien, Niederlande, Belgien,Schweiz, Italien, Serbien, Kroatien, Slowakei, Ungarn). In fast allen Klassen waren dabei mehrere Weltmeisterschaftsteilnehmer vertreten. Entsprechend hoch motiviert gingen Kerstin, Laura und Jan in den Wettbewerb.
Als erstes musste Jan mit seinen zwei Partner Triumf Beha und Philippe Woopen im Synchron 1 an den Star. In der stark besetzen Klasse konnten sie mit nur sehr knappen Rückstand die Bronze-Medalie gewinnen und ließen damit unter anderem die National-Teams aus Groß-Britannien, Serbien und Kroatien hinter sich. Der erste Platz ging an Niedersachsen vor den Niederlanden.
Kerstin Hamacher ging in zwei Klassen an den Start. Im Einzel überzeugte sie von Anfang an durch sicheres Auftreten und konnte in das Finale der besten acht einziehen. Mit den Formen Pyongwon und Taebek sicherte sie sich letztendlich einen guten 5. Platz. Mit dem sie selbst hoch zu frieden war.
Im Paar-Wettbewerb konnte sich Kerstin mit ihrem Partner Oliver Friske ebenfalls bis ins Final  vorkämpfen wurde dort dann allerdings Opfer einiger merkwürdiger Kampfrichterentscheidungen.
Laura und Jannik Blees (1.TKD Verein 80 Bochum) traten ebenfalls bei den Senioren 1 im Paarlauf an. Sie behaupteten sich gut in der Vorrunde, konnten jedoch nicht in das Finale einziehen. In Anbetracht der Tatsache, dass sie sonst noch in der Jugend-Klasse starten, war dies eine wirklich gute Leistung und macht Hoffnung für die Zukunft.
In der Klasse Junioren (35 Teilnehmer) gelang Laura ebenfalls der Sprung ins Halbfinale (Besten 50%) Nach bereits sieben Stunden Wettkampf und zahlreichen Anfeuerungen ließen jedoch die Kräfte langsam nach. Mit den Formen Kumgang und Koryo standen auch noch zwei besonders schwere Aufgaben bevor. Laura verpasste als Neunte nur denkbar knapp den Einzug ins Finale.
Jan-Christoph ging bei den Senioren 1 (29 Teilnehmer) an den Start und schaffte nach einem sehr verhaltenen Start in der Vorrunde gerade noch den Einzug ins Halbfinale. Dort konnte er jedoch noch einmal alle Kräfte mobilisieren und arbeitete sich auf Platz fünf vor und zog somit sicher ins Finale ein. An die gute Leistung aus der vorangegangen Runde knüpfte er nahtlos an und sicherte sich mit nur einem Zehntel Rückstand auf den Int. Deutschen Meister Thomas Sommer den vierten Platz. Die Plätze eins und zwei gingen ebenfalls mit nur sehr knappem Vorsprung an zwei Sportler aus Holland. Auch wenn bei so einer knappen Entscheidung immer etwas Enttäuschung dabei ist, war dies für Jan das persönlich beste Einzel-Ergebnis als aktiver Sportler.
Insgesamt hieß es am Ende des Tages Platz 1 in der Teamwertung für die NWTU!!!
Ein Erfolg der nicht zuletzt auf die hervorragende Unterstützung der Sportler untereinander zurückzuführen war. Der Schlachtruf „NWTU hey, NWTU hey, NWTU hey hey hey!!!“ War in der Halle zu keiner Zeit zu überhören.
Auch wenn der ein oder andere noch etwas wehmütig an so manchen kleinen Fehler zurückdenken wird, saßen letztendlich doch alle Bayeraner auf der Rückfahrt zufrieden im Bus! Und doch steht eins für alle fest: „ Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.“ Getreu diesem Motto warten wohl noch einige harte Trainingsstunden und spannende Turniere in der Zukunft.
 

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