2009-04-18

 

2009-04-18

 

 

Bundesdanprüfung am 18.4.2009 in Krumbach….. aus der Sicht eines Prüflings

Auf der Suche nach Zielen für das Jahr 2009 habe ich mir Mitte 2008 die Prüfung zum 5. Dan Taekwondo in den Kopf gesetzt. Nachdem Ende des Jahres feststand, wann und wo diese Prüfung (die auf Bundesebene ausgerichtet wird) stattfindet, musste ich natürlich zunächst einmal schauen, ob meine anderen „Verpflichtungen“ nicht darunter leiden.
Die Ausrichtung des Formenturniers, der Familientag, Kup- Prüfungen, etc. mussten mit dem Trainingsplan koordiniert werden und letztendlich musste auch das Team gefunden werden, welches mich bei meinem Vorhaben unterstützt. Letzteres war kein Problem, denn wie selbstverständlich waren Betül, Amine und Jan- Christoph sofort Feuer und Flamme.
Und so fiel Anfang 2009 der Startschuss zur Mission „ Bundes-Danprüfung Krumbach“.
Zunächst einmal siegte die Einsicht, das mein sportliches Engagement in Sachen „Laufen“ und „Krafttraining“ zurückstecken musste um mich zu 100% auf die TKD-spezifischen Aspekte zu konzentrieren.
Unterstützt von meinem Team schaffte ich den Wechsel vom „Lehrenden“ zum „Lernenden“, denn es ist ein Unterschied ob man als Trainer motiviert, unterstützt, erkennt oder z.B. versucht, die Formen für sich selber zu optimieren.
Zahlreiche Trainingseinheiten wurden absolviert und die verschiedenen Programmpunkte festgelegt und einstudiert. Dazu war natürlich die Anwesenheit des Teams notwendig und die Termine mussten koordiniert werden. Ich konnte mich aber 100 %-ig auf alle verlassen und es entwickelte sich die Situation, das mein 3- köpfiges Trainerteam, welches als Kinder bei mir angefangen hat und zwischenzeitlich selber im Besitz des 3. Dan ist mir sagte, wie meine Fußstellung besser wäre und das ich die Formen zu hart laufen würde, usw usw…… Sie hatten eigentlich immer etwas zu mäkeln.
Da füttert man sich seine Nachfolger handzahm ran und dann so was… aber es war gut so, denn dank ihrer Hilfe wurde mein Ehrgeiz angespornt.
Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele Stunden wir trainiert haben. Eigentlich unwichtig, denn die Vorbereitung war für uns alle ein tolles Erlebnis. Leider fiel Jan-Christoph krankheitsbedingt für die letzten Trainingseinheiten aus, so das wir dringend „Ersatz“ brauchten um den Erfolg der ganzen Vorbereitung nicht zu gefährden. Mein „Meisterschüler“ Klausi Morck sprang ein und war die Rettung quasi in letzter Sekunde. Er fuhr dann auch mit nach Krumbach um als Partner für das SV-Programm zu fungieren, was natürlich für ihn einen immensen Zeitaufwand für 90 Sekunden Einsatz bedeutete, aber letztendlich für ihn aber auch selbstverständlich war.
Und so ging es dann Freitags los. 530 km Richtung Süden, Jugendherberge, Abendessen, Schlafen, Frühstück….Showdown.
Samstag morgen war es dann endlich soweit und 16 Prüflinge traten an um ihr Können zu demonstrieren. Mein Team nahm mir die Nervosität die sich zwangsläufig breit machte und gab mir die Sicherheit, gut vorbereitet zu sein. Aber es ist dann doch interessant zu spüren, wie die Nerven kribbeln wenn es losgeht.
So geht es also den Prüflingen, die bei Kup-Prüfungen vor mir stehen………
Mein Sohn Timo war der Kameramann und drückte seinem Papa natürlich genauso doll die Daumen wie mein Team. Nachdem das Formenprogramm durch war kam die Schrecksekunde beim Einschrittkampf, der „suboptimal“ verlief. Aber mit Hilfe des SV –Teams konnten wir diesen Fehler ausbügeln. Beim Bruchtest setzte ich dann den Schlusspunkt nach mehr als 3 Monaten Vorbereitung….Geschafft……
Nun begann das Warten und ehrlich gesagt auch das Zittern, denn nicht alle Prüflinge hatten ihre Nerven im Griff und blieb abzuwarten, wie die Prüfer die eigene Leistung bewerteten.
Nachdem alle Aspiranten fertig waren, zogen sich die Prüfer zurück und kurze Zeit später wurden die Ergebnisse verkündet…. Nervenflattern, Augen zu….. GESCHAFFT…
Den eigenen Namen zu hören kann so schön sein. Nach dem offiziellen Teil fiel sich das ganze Team in die Arme und feierte den Erfolg der Mission.
Für mich persönlich ist es natürlich eine tolle Sache, die Prüfung bestanden zu haben. Aber dieses war natürlich nur möglich, weil ich mich zu 100 % auf mein Team verlassen konnte.
Auf diesem Wege deshalb ein dickes, fettes DANKE für eure Unterstützung und die Erkenntnis, das nicht nur Kinder „Produkte“ ihrer Eltern sind, sondern Trainer auch „Produkte“ ihrer Schüler…..

Thomas Lettner
Hier die Bilder
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